5 aufregende Tage in Rom
Rom, die ewige Stadt, ist berühmt für ihre beeindruckenden Sehenswürdigkeiten. Das Kolosseum, der Petersdom und die vielen Schönheiten wie der Trevi-Brunnen sind weltbekannt und locken unzählige Besucher in die italienische Hauptstadt. Natürlich darf diese Station auf unserer großen Wintertour durch Italien nicht fehlen.
Wir machen uns also auf die Suche nach einem passenden Stellplatz in Rom. Besonders wichtig ist uns dabei, dass er stadtnah und selbstverständlich sicher ist. Unser Stellplatz liegt ideal – nur etwa drei Kilometer vom antiken Zentrum entfernt. Es gibt die notwendige Ver- und Entsorgungsmöglichkeit, und wir stehen sicher und ruhig für die Nacht. Mit Strom kostet der Platz 40 Euro pro Nacht, doch da wir gleich für fünf Nächte bleiben, erhalten wir sogar einen Rabatt und zahlen nur 36 Euro pro Nacht.
Mit den E-Scootern durch Rom - gefährlich?
Wir starten direkt am Morgen mit den Scootern in die Stadt und sind gespannt, wie das im römischen Verkehr funktionieren wird. Über die Via Appia Antica, die erste große Straße, die in Rom gebaut wurde und daher als Mutter aller Straßen gilt, geht es hinein ins Zentrum.
Viele Straßen hier sind mit Kopfsteinpflaster versehen – das macht die Fahrt zwar ziemlich ruckelig, aber die Römer erweisen sich als erstaunlich rücksichtsvolle Autofahrer. So erreichen wir schnell unser erstes Highlight: den Circus Maximus.
Diesen werden wir im Laufe unseres Aufenthalts noch oft umrunden. Mit ein wenig Fantasie fühlen wir uns dabei, als würden wir an einem Wagenrennen teilnehmen – und wie damals schauen uns 250.000 begeisterte Zuschauer zu. So drehen wir also unsere Runden im Circus Maximus und genießen das Gefühl, mitten in der Geschichte zu fahren.
Mit den Scootern sind dann auch schnell beim Wahrzeichen von Rom, dem Kolosseum. Hier macht sich der nächste Vorteil von den Scootern bemerkbar, den wir können immer wieder ein paar Meter laufen durch die Menschenmenge, aber auch immer wieder schnell längere Strecken gleiten. Die Straße die durch das Forum Romanum führt ist verkehrsberuhigt und so können wir durch die antiken Städten sausen. Auch auf den Straßen sind die Scooter ideal, denn wir können uns wie auch die Roller Fahrer durch häufig im Stau stehen Autos hindruchschlängeln und daher sind wir viel schneller als gedacht schon beim Petersdom. Wir haben ja unsere eigenen Scooter auf der Reise dabei, doch es gibt auch überall in Rom Scooter zum ausleihen und wie uns auch viele Römer bestätigt haben ist dies die betse Art um in Rom vorwärts zu kommen.
Der Vatikan
Da wir so zügig am Petersdom ankommen, gehen wir auch direkt hinein. Der Sicherheitscheck verläuft schneller als gedacht, und schon stehen wir inmitten dieser beeindruckenden Basilika und bestaunen die unzähligen Kunstwerke.
Tatsächlich war nur wenige Augenblicke vor uns König Charles hier und hat gemeinsam mit dem Papst gebetet – ein kurioser Zufall! Die Atmosphäre ist überwältigend, und der Höhepunkt unseres Besuchs ist der Aufstieg auf die Kuppel des Petersdoms. Von der inneren Galerie aus haben wir einen faszinierenden Blick in das Innere des Doms, und oben, von der Außenseite der Kuppel, genießen wir den wohl schönsten Panoramablick über ganz Rom. Der Aufstieg über die engen, gewundenen Treppen ist allerdings ein kleines Abenteuer für sich.
In den folgenden Tagen kommen wir noch öfter hierher und umrunden den Vatikanstaat sogar einmal komplett. Ein besonderes Erlebnis ist der Sonntagmittag, wenn wir um 12 Uhr beobachten, wie der Papst von seinem Fenster aus das Angelusgebet spricht und uns den päpstlichen Segen erteilt. Auch ohne religiösen Bezug ist dieser Moment etwas ganz Besonderes – bewegend, friedlich und einfach schön.
Die Restaurants in Rom
Am ersten Abend zieht es uns ins Viertel Trastevere, das uns viele als das lebendigste Stadtviertel Roms empfohlen haben – perfekt also, um den Tag bei gutem Essen ausklingen zu lassen. Das Viertel hat zweifellos seinen ganz eigenen Charme mit den engen Gassen, den kleinen Plätzen und der entspannten Atmosphäre. Doch mit dem Restaurant hatten wir an diesem Abend leider weniger Glück: hohe Preise, aber eher mäßige Qualität. Das scheint an einigen der bekannteren Plätze in Rom öfter der Fall zu sein.
Dafür haben wir in den nächsten Tagen zwei echte kulinarische Highlights entdeckt:
Zum einen die Trattoria Lizzi in der Nähe des Kolosseums – eine klassische, gemütliche Trattoria mit hervorragender Küche und fairen Preisen. Zum anderen ein kleines Bistro beim Circus Maximus, das uns mit seiner authentischen römischen Küche begeistert hat.
Und natürlich darf in Rom eines nie fehlen: ein gutes Eis. Für das beste Gelato der Stadt sind wir gerne ein Stück gefahren – und es hat sich absolut gelohnt!
Die Märkte in Rom
Wir lieben Märkte und besuchen sie auf unseren Reisen immer wieder gern. Hier kommt man mit den Menschen in Kontakt, spürt das lokale Leben und entdeckt regionale Spezialitäten.
Unser erster Stopp ist der Campo de’ Fiori, einer der bekanntesten Märkte Roms. Früher war dies sicher ein großartiger Ort für frische Produkte und traditionelle Händler. Heute jedoch hat sich das Bild etwas verändert: Viele der alten Marktstände sind verschwunden, und stattdessen verkaufen nun zahlreiche Händler – oft aus Fernost – vor allem Souvenirs und Massenware. Das hat uns leider weniger gefallen.
Ganz anders dagegen der Bauernmarkt San Teodoro beim Circus Maximus – genau nach unserem Geschmack! Hier findet man authentische, regionale Produkte, freundliche Verkäufer und eine entspannte Atmosphäre. Diesen Markt können wir wirklich weiterempfehlen.
Sehenswürdigkeiten die sich lohnen
Die Liste der Sehenswürdigkeiten in Rom ist lang – zum Glück haben wir ein paar Tage Zeit, um die Stadt in Ruhe zu erkunden. Besonders gut gefallen hat uns das Pantheon. Das Gebäude ist wirklich beeindruckend, der Eintrittspreis mit 5 Euro moderat, und man kommt auch ohne lange Wartezeit hinein.
Das Kolosseum ist natürlich Pflichtprogramm. Allerdings ist es gar nicht so einfach, online Tickets zu einem fairen Preis zu bekommen. Wir hatten an der Abendkasse Glück und konnten recht zügig ein 24-Stunden-Ticket für 18 Euro kaufen. Es gilt sowohl für das Kolosseum als auch für das Forum Romanum – und gerade dort kann man unglaublich viel Zeit verbringen und in die Geschichte eintauchen.
Der Trevi-Brunnen und die Spanische Treppe sind wahre Besuchermagneten. Es ist gar nicht so einfach, sich durch die Menschenmenge zu kämpfen, um ein schönes Foto zu machen – aber die Atmosphäre ist dennoch einzigartig.
Für weitere Highlights wie die Sixtinische Kapelle oder die Galerie Borghese sollte man unbedingt mehrere Tage im Voraus Tickets reservieren – das hat bei uns zeitlich leider nicht mehr gepasst.
Ein ganz besonderer Tipp ist das Aventin-Schlüsselloch. Durch dieses kleine Guckloch hat man einen faszinierenden Blick auf den Petersdom – und zwar über gleich drei Ländergrenzen hinweg. Ein wirklich magischer Moment! Lustigerweise mussten wir kurz warten, denn auch Viktor Orbán war gerade dort und blockierte für einige Minuten den Zugang durch seinen Besuch.

