Diane und Frank am Bad Zwischenahner Meer

Ausflugsziel Bad Zwischenahn: Ein Pflanzenparadies und ein toller Meerrundweg.

Ausflugsziel Bad Zwischenahn: Ein Pflanzenparadies und ein toller Meerrundweg.

Bad Zwischenahn – Die Perle im Ammerland

Wir machen einen Ausflug nach Bad Zwischenahn – und finden hier nicht nur einen kostenlosen Stellplatz direkt beim Park der Gärten, sondern entdecken auf unserer Fahrradtour rund um das Zwischenahner Meer auch die kulinarischen und kulturellen Schätze dieser charmanten Region.

Diane mit dem Fahrrad

Park der Gärten – Blühendes Paradies bei Bad Zwischenahn

Der Park der Gärten ist ein echtes Highlight im Ammerland – eine faszinierende Garten- und Pflanzenwelt, perfekt für entspannte Spaziergänge, inspirierende Fotomomente und eine kleine Auszeit vom Alltag. Auf über 14 Hektar erwarten Besucher mehr als 40 thematisch gestaltete Schaugärten – darunter Rosen-, Kräuter- und Wassergärten, die die Vielfalt der Gartenkultur eindrucksvoll widerspiegeln. Besonders schön: Die saisonalen Blütenmeere wechseln ihr Gesicht im Laufe des Jahres – jeder Besuch ist also anders. Für Gartenfans, Naturliebhaber und Familien ein absolutes Muss. Wer möchte, kann sich zudem viele Anregungen für den eigenen Garten holen.

Logo Park der Gärten
Park der Gärten

Wohnmobilstellplatz am Park der Gärten

Direkt am Park der Gärten befindet sich ein kostenfreier Wohnmobilstellplatz für bis zu 12 Fahrzeuge. Hier kann man Grauwasser entsorgen und einen Reinigungsautomaten für WC-Kassetten nutzen. Frischwasser (1 € für 100 Liter) sowie Strom (1 € für 2 kWh) sind gegen Gebühr verfügbar.

In Bad Zwischenahn fällt eine Kurabgabe in Höhe von 3 € pro Erwachsenem an. Diese lohnt sich: Mit der Gästekarte erhält man Ermäßigungen auf viele Angebote – z. B. auf den Eintritt ins Wellenbad oder in den Park der Gärten (3 € Rabatt). Auch die Nutzung der Busse im Ammerland ist damit stark vergünstigt.

Die Gästekarte kann online beantragt werden (https://web.welcmpass.info/1758/booking) – bei uns funktionierte das zunächst etwas holprig, aber letztlich problemlos.

Unser Besuch im Park der Gärten

Nach unserer Ankunft geht es direkt in den Park. Dank Gästekarte zahlen wir nur 11 € pro Person Eintritt. Ein 20 Meter hoher Aussichtsturm bietet einen ersten Überblick über das Gelände, bevor wir in die abwechslungsreiche Welt der Schaugärten eintauchen. Immer wieder finden wechselnde Sonderausstellungen statt, die den Besuch lohnenswert und abwechslungsreich machen.

Aussicht vom Turm, Park der Gärten
Blumen im Park der Gärten

Wurzeln im Ammerland – Entstehung und regionale Verbundenheit

Der Park der Gärten entstand 2002 auf dem Gelände der ehemaligen niedersächsischen Landesgartenschau. Er entwickelte sich rasch zu einem bedeutenden Aushängeschild für die Gartenkultur des Ammerlands – einer Region, die durch ihre traditionsreiche Baumschulwirtschaft geprägt ist und als „grüne Schatzkammer“ Nordwestdeutschlands gilt. Viele der Pflanzen im Park stammen aus regionalen Betrieben. Der enge Bezug zur Landschaft und Kultur des Ammerlands ist überall spürbar – für uns war der Besuch ein echtes Highlight, das wir sicher wiederholen werden.

Das Zwischenahner Meer – Naturerlebnis auf zwei Rädern

Am nächsten Tag starten wir zu einer Fahrradtour um das Zwischenahner Meer – rund 13 Kilometer lang, gut ausgeschildert und sehr abwechslungsreich. Die Route führt durch grüne Wiesen, kleine Wäldchen und immer wieder direkt ans Ufer.

Das Zwischenahner Meer, eingebettet zwischen Bad Zwischenahn, Dreibergen und Rostrup, ist mit 5,5 km² der drittgrößte Binnensee Niedersachsens. Obwohl ein Binnengewässer, wird es im Norddeutschen liebevoll als „Meer“ bezeichnet. Segeln, Stand-up-Paddling, Rudern und Surfen sind hier beliebte Aktivitäten – Motorboote sind nicht erlaubt, was die ruhige und naturnahe Atmosphäre unterstreicht.

Ein Highlight sind die Fahrgastschiffe der Weißen Flotte, die zwischen mehreren Uferorten verkehren und tolle Ausblicke auf See und Landschaft bieten.

Drohne Bad Zwischenahner Meer
Diane am Bad Zwischenerahner Meer

Kulinarische und kulturelle Highlights entlang der Route

Restaurant & Seehotel Fährhaus Rostrup

Direkt am Westufer des Zwischenahner Meeres liegt das stilvolle Seehotel Fährhaus. Im hauseigenen Restaurant „Graf Luckner“ werden regionale Spezialitäten in gehobenem Ambiente serviert – mit romantischer Terrasse und direktem Blick auf das Wasser. Ein perfekter Ort für eine entspannte Mittagspause.

Spielcasino im Jagdhaus Eiden

Das stilvoll eingerichtete Spielcasino befindet sich im historischen Jagdhaus Eiden am See. Neben Roulette, Blackjack, Poker und über 200 Spielautomaten erwartet Gäste auch das Restaurant „Jäger- und Fischerstube“, das mit regionaler Feinschmeckerküche und Dinner-&-Casino-Paketen überzeugt.

Rügenwalder Mühle

Die rot lackierte Windmühle am Charlottenhof ist nicht nur ein Blickfang, sondern auch ein Symbol: Sie ist eine originalgetreue Nachbildung und funktionstüchtige Mühle – das Herzstück des Logos der Rügenwalder Mühle. Das Traditionsunternehmen wurde 1834 in Pommern gegründet und hat seit 1956 seinen Sitz in Bad Zwischenahn.

Rügenwalder Mühle
Janosch Bad Zwischenahn

Janosch & der Spielplatz am See

Der bekannte Kinderbuchautor Horst Eckert (Janosch) verbrachte rund 13 Jahre seiner Jugend in Bad Zwischenahn. Das historische Einraumhaus im Freilichtmuseum inspirierte ihn zu Tiger und Bärs Zuhause im Kinderbuchklassiker „Oh, wie schön ist Panama“. Heute erinnert ein fantasievoller Janosch-Spielplatz am Zwischenahner Meer an diese Verbindung – mit Tigerente, Boot, Wasserspielen und inklusiven Spielbereichen.

Freilichtmuseum & Spieker

Das Ammerländer Freilichtmuseum zeigt authentisch das ländliche Leben vergangener Jahrhunderte. Direkt auf dem Gelände liegt der Spieker, eine rustikale Gaststätte im Fachwerkstil. Hier genießt man regionale Klassiker wie Ammerländer Schinken, geräucherten Aal oder den typischen Löffeltrunk – ein klarer Schnaps, der zum deftigen Essen gehört. Im Sommer bietet der Biergarten unter alten Obstbäumen einen besonders stimmungsvollen Platz zum Verweilen.

Restaurant Spieker außen
Restaurant Spieker, innen

Kulinarik in Bad Zwischenahn – Regional, deftig, lecker

Die Küche rund um Bad Zwischenahn ist geprägt von landwirtschaftlicher Tradition und regionaler Qualität. Besonders beliebt: Schwarzbrot mit Ammerländer Schinken, oft ergänzt durch Spiegelei oder saure Gurken – herzhaft und sättigend. In der Ammerländer Schinkendiele kann man Schinken direkt aus der Region genießen. Und wer es maritim mag, probiert geräucherten Aal – z. B. bei Bruns Aale, wo die Fische traditionell verarbeitet werden. Abgerundet wird ein gutes Essen mit dem Löffeltrunk, einem klaren Schnaps, der auf einem Löffel stilvoll zelebriert wird.

Schwarzbrot mit Ammerländer Schinken
Aale

Die Legende vom Zwischenahner Wels

Ein kurioses Kapitel der Ortsgeschichte beginnt 1979, als ein Wasserschutzpolizist eine riesige Rückenflosse im Zwischenahner Meer sichtete. Bald hieß es, ein gigantischer Wels von bis zu 3,50 Metern Länge lebe im See – manche behaupteten sogar, er habe einen Hund verschluckt. Gefangen wurde der Fisch nie, doch die Legende machte Bad Zwischenahn weit über die Region hinaus bekannt.

Heute erinnert eine große Wels-Statue auf dem Marktplatz an diesen Mythos. Sie zeigt den Fisch, wie er sich in überdimensionaler Form durch das Pflaster schlängelt – ein beliebtes Fotomotiv und augenzwinkerndes Wahrzeichen des Ortes.

Boote, Bad Zwischenahner Meer

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