sanery-sur-mer

An der französischen Mittelmeerküste entlang

An der französischen Mittelmeerküste entlang

Schlemmen in Menton / Frankreich

20.10.2022 Nach den schönen Erlebnissen an der italienischen Küste sind wir gespannt auf Frankreich. Und der Start ist grandios: Menton liegt direkt hinter dem Grenzübergang, und wir fahren sofort einen Campingplatz an. In Menton ist das Freistehen mit Wohnmobilen nicht geduldet und wird streng kontrolliert. Der Campingplatz liegt auf einem Berg über der Stadt – die Anfahrt ist spannend, und der Weg zu Fuß in die Stadt hinunter (und zurück!) führt über sportliche 300 Treppenstufen. In Menton erleben wir die französische Küche von ihrer besten Seite und schlemmen Meeresfrüchte.

Meeresfrüchte in Menton

Wir rasen durch Monaco und landen in Nizza

21.10.2022

Nur ein kurzer Weg, und schon taucht die wenig ansehnliche Skyline von Monaco auf – viele Hochhäuser drängen sich dicht aneinander. Über die Straßen, die auch als Rennstrecke genutzt werden, geht es bis zu einem Parkhaus, in dem auch Reisebusse und Wohnmobile Platz finden. So haben wir Gelegenheit, durch die Straßen zu schlendern und die riesigen Yachten im Hafen zu bestaunen. Insgesamt empfinden wir Monaco allerdings als eher enttäuschend.

Tipp für Monaco: Achtet auf die Roaming-Gebühren – es kann teuer werden!

Weiter geht’s durch noble Wohngebiete und vorbei an Luxusvillen bis nach Nizza, wo wir direkt im Hafen einen Stellplatz finden. Wieder gibt es beeindruckende Luxusyachten zu sehen.

Mit dem Fahrrad erkunden wir die berühmte Promenade von Nizza mit ihren prachtvollen Gebäuden und dem herrlich türkisfarbenen Wasser. Auch der Markt ist ein Erlebnis – nicht nur die leckeren Kokosmakronen schmecken großartig, auch die regionale Spezialität Socca überzeugt uns. Die quirligen Gassen und historischen Gebäude sorgen für eine tolle Stimmung – wir sind begeistert. Zum Abschluss gibt’s Doraden vom Markt, frisch zubereitet im Omnia, unserem geliebten Wohnmobil-Backofen.

Badespaß auf dem Weg nach Antibes

22.10.2022 Unser Roadtrip geht weiter entlang der Küste. Bei bestem Wetter gönnen wir uns eine Erfrischung im Meer – ein Genuss! Allerdings wird es zunehmend schwierig, geeignete Parkplätze für Wohnmobile zu finden. Viele Parkplätze haben Höhenbeschränkungen oder werden auf Park4Night als unsicher eingestuft. Schließlich finden wir in Antibes einen akzeptablen und kostenlosen Übernachtungsplatz. Wir lernen: Campingplätze sollte man auf dieser Route besser einplanen.

Kastenwagen am Mittelmeer
Spanien

Schöne Küstenstraße, aber keine Stellplätze

23.10.2022

Cannes steht natürlich auch auf unserer Liste – doch hier ist es unmöglich, einen Parkplatz zu finden. Die Stadt ist zudem extrem voll – kein Wunder, es ist Sonntag, und auch die Einheimischen zieht es ans Meer. Unser nächster Vorsatz: Am Wochenende möglichst keine neuen Plätze mehr ansteuern.

Die Fahrt entlang der Küste ist trotzdem ein Traum. Das Massif de l’Estérel mit seinen roten Felsen bietet tolle Fotomotive und eine Gelegenheit zum Zwischenstopp. Leider regt sich ein älteres französisches Paar furchtbar darüber auf, dass wir ihnen die Aussicht „nehmen“ – schade, denn es hätte ein schöner Übernachtungsplatz sein können. Zum Glück bleiben solche Begegnungen die Ausnahme – insgesamt machen wir sehr positive Erfahrungen mit den Franzosen.

Diane
Felsen

Die Côte d’Azur und das legendäre Saint-Tropez

24.10.2022

In Sainte-Maxime finden wir einen schönen Stellplatz für nur 5 Euro pro Tag – perfekt gelegen für einen Besuch in Saint-Tropez. Mit dem Fahrrad geht’s los, zunächst zur Lagunenstadt Port Grimaud, die aus der Luft besonders beeindruckend wirkt.

Saint-Tropez ist wirklich bezaubernd. Der Besuch der Gendarmerie lässt uns in die Filmwelt von Louis de Funès eintauchen. Auch der Hafen ist sehenswert – in erster Reihe liegen feine Restaurants für Yachtbesitzer. Ein Ort zum Sehen und Gesehenwerden. Zurück fahren wir mit der Fähre – schnell und unkompliziert, denn die Fahrradroute war teilweise gefährlich.

Auch Sainte-Maxime selbst hat viel zu bieten. Wir genießen den Strand, schlendern durch die Gassen, essen in der Markthalle – einfach herrlich! Unsere Leidenschaft für Austern wächst so sehr, dass wir uns ein Austernmesser und eine Gummilippe zum Handschutz zulegen. Jetzt schlürfen wir eigenständig frische Austern!

Badespaß in Bormes-les-Mimosas

27.10.2022 Weiter geht es westwärts entlang der Küste bei weiterhin sommerlichem Wetter. Viele Buchten laden zum Baden ein, doch das Parkplatzproblem bleibt. Schließlich finden wir einen schönen Platz an einer Badebucht – wären da nicht die vollen Wäschekörbe. Also übernachten wir auf einem Supermarktparkplatz und nutzen dort die Waschmaschinen.

Küste Frankreich

Six-Fours-les-Plages – schöner geht’s kaum

Hinter Toulon steuern wir einen kleinen Stellplatz am Hafen an – und haben Glück, denn gerade wird ein Platz frei. Für 13 Euro inkl. Strom, Toiletten, Duschen sowie Ver- und Entsorgung bekommen wir hier ein echtes Schnäppchen. Mit Blick auf den Hafen und einer ruhigen Badebucht gleich nebenan – perfekt bei 23 Grad und Sonne.

Die Umgebung ist traumhaft. Sanary-sur-Mer ist ein malerischer Ort mit einem tollen Markt – Zitronentortellini und andere Köstlichkeiten inklusive. Auch die Halbinsel Île du Grand Gaou lohnt sich. Dank unseres Zufallskontakts Bruno, der hier seinen Ruhestand genießt, bekommen wir viele Tipps – sogar Toulon zeigt er uns, die Stadt der französischen Marine.

Martigues – das französische Venedig

31.10.2022 Unser Weg Richtung Spanien führt uns nach Martigues – das „kleine Venedig Frankreichs“. Der Stellplatz (10 Euro/Nacht) liegt auf einer Betonfläche, was ein bisschen an Cuxhaven erinnert. Ein Hotspot für Kitesurfer, die mit dem passenden Wind übers Meer flitzen. Gleich daneben: ein kleiner Fischmarkt. Mit dem Bus geht es in den Ort – nett, aber kein großes Highlight.

Martigues
Dorade im Omnia

Palavas-les-Flots – unser neuer Stammplatz

01.11.2022

Durch die Camargue fahren wir zu einem Wohnmobilstellplatz, der uns so gut gefällt, dass wir sicher wiederkommen. Der Platz liegt am Hafen mit Blick auf Flamingos und nahe einem Ort mit vielen Restaurants und Geschäften – ein echtes Schlemmerparadies. Unser Ritual: morgens frischer Fisch und Austern bei den Fischern, dazu ein Croissant.

Montpellier ist nur 13 km entfernt – gut mit dem Rad erreichbar. Die Mischung aus historischen Gebäuden und junger, lebensfroher Bevölkerung beeindruckt uns.

Auch Sète (27 km entfernt) ist ein tolles Ziel für einen Fahrradausflug. Schon der Weg dorthin – am Wasser entlang, mit Flamingos in Sichtweite – ist ein Traum. Und die Fischhalle in Sète ist ein weiteres Paradies für Feinschmecker. Man holt sich kleine Köstlichkeiten von den Ständen und genießt sie bei einer Flasche Wein in lebendiger Atmosphäre.

Flamingos

Schluss mit lustig: Carcassonne

03.11.2022

Jetzt verlässt uns das Wetterglück – stürmisch und kühl wird es. Zeit, weiter in den Süden zu fahren. Aber ein letzter Stopp muss noch sein: die gewaltige Festung von Carcassonne. Der Stellplatz liegt günstig (10 Euro), aber bei nur 12 Grad brauchen wir erstmal Zeit zur Umgewöhnung. Die Burg ist auch bei Regen beeindruckend und versetzt uns in eine andere Zeit. Hierher kommen wir gerne wieder – bei besserem Wetter.

Fortsetzung folgt – in Spanien. Wird es dort wieder wärmer sein?

Essen Palavas les Flots
Montpellier

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