Saturnia Drohen

Saturnia - die heißen Quellen in der Toskana

Saturnia – auf diese Station haben wir uns schon lange gefreut, und trotzdem hat uns der Anblick der Badebecken noch einmal begeistert. Schon die Etrusker und später die Römer wussten die heißen Quellen hier sehr zu schätzen. Mit rund 38 Grad sprudelt das Wasser direkt aus der Quelle. Gleich dort befindet sich ein modernes Spa-Bad mit entsprechendem Angebot. Doch das Wasser fließt weiter über einen kleinen Bach bis zu diesen hübschen Naturbecken.

Das Wasser rauscht mit beachtlicher Geschwindigkeit, und viele Gäste werden davon angelockt, um sich ein erholsames Bad zu gönnen. Darüber hinaus soll es auch noch gesund sein.

Zunächst nutzen wir einen einfachen Parkplatz auf einer Wiese im Ort Saturnia, der auf einem Hügel deutlich oberhalb der Quellen liegt. Ein hübscher Ort mit einigen Restaurants und zwei kleinen Läden. Ein historisches Überbleibsel ist das „Porto Romano“ – ein Stadttor, das einst Teil der Stadtmauer war, als Saturnia noch eine römische Kolonie war. Wir sind weiterhin glücklich mit unseren E-Scootern, die uns mühelos zu den Quellen hinunter und auch problemlos wieder hinauf bringen.

Später verbringen wir noch eine Nacht auf dem Stellplatz in der Nähe der Quellen. Hier können wir die Ver- und Entsorgung nutzen und auch einmal Wäsche waschen. Mit 17 Euro für 24 Stunden ist der Preis fair, auch wenn der Schotterplatz recht staubig ist und die Parzellen etwas klein ausfallen. Geschäfte gibt es in unmittelbarer Nähe keine, aber ein Händler kommt regelmäßig auf den Platz und bietet frisches Obst und Gemüse an.

Becken Saturnia

Wildschweine bei Orbetello

Als Nächstes möchten wir wieder an die Mittelmeerküste, und der Ort Orbetello sieht schon auf der Karte interessant aus. Die Fahrt dorthin führt uns durch toskanische Landschaften auf kleinen Straßen, die oft in recht schlechtem Zustand sind. Unseren Stellplatz finden wir schließlich auf der Halbinsel Monte Argentario, die vor Orbetello liegt und mit zwei Lagunen den Ort umschließt.

Die Campingplätze sind hier bereits geschlossen, und zum ersten Mal merken wir in Italien, dass die Saison wirklich vorbei ist. Auf einem Stellplatz finden wir dennoch einen Platz für die Nacht. Er liegt in der Nähe des Strandes Feniglia, den wir als Erstes ansteuern. Ein hübscher, weiter Strand mit klarem Wasser – er lädt auch jetzt noch zum Baden ein.

Unsere Erkundungstour führt uns weiter nach Porto Ercole. Dieser charmante Hafenort bietet eine wunderbare Aussicht auf die Festung auf dem Hügel, und die Boote im Hafen lassen sich gemütlich von den Terrassen der Restaurants aus betrachten. Wir gönnen uns hier eine kleine Erfrischung – und die Snacks, die zum Bier serviert werden, ersetzen fast eine ganze Mahlzeit: Kekse, Chips, Erdnüsse und Oliven.

Am nächsten Tag zeigt sich der Herbst von seiner typischen Seite – es ist kaum sonnig, und unsere Badepläne fallen ins Wasser. Stattdessen unternehmen wir eine größere Tour mit den Scootern. Wir wollen eine der beiden Lagunen umrunden. Der Weg führt zunächst durch den dichten Pinienwald, der die Lagune vom Meer trennt. Eine wunderschöne, fast unberührte Landschaft, und die Küste wirkt heute besonders wild.

Diese natürliche Idylle hält jedoch auch eine gefährliche Überraschung bereit: Wir stoßen auf eine Rotte Wildschweine. Zuerst freuen wir uns über die Entdeckung, doch die Bache geht sofort in den Angriffsmodus über – zum Glück können wir mit den Scootern schnell weiterfahren. Ein ganz schöner Schreck!

Trotzdem bleibt es eine schöne Tour durch eine beeindruckende Naturlandschaft. Die Lagunen ziehen zahlreiche Vögel an, und immer wieder kann man sogar Flamingos beobachten.

Auf nach Rom

Zumindest in diese Richtung starten wir schon einmal. Es stehen noch zwei weitere Tage mit mäßigem Wetter bevor, und so suchen wir uns einen einfachen Parkplatz an der Küste. Auf diesem schlichten Stellplatz ohne Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten stehen wir gut und können die Zeit nutzen, um etwas Büroarbeit zu erledigen und am Videoschnitt zu arbeiten.

Das Mittelmeer liegt direkt vor uns, doch dieser Strand ist nicht besonders einladend – da warten sicherlich noch schönere auf uns in Italien. Aber auch mal wenig zu machen tut gut. Ein bisschen Ruhe zwischen all den Erlebnissen ist willkommen, denn in den nächsten Tagen erwarten uns wieder aufregende Momente.

Wir sind schon gespannt auf die Ewige Stadt mit ihren unzähligen Sehenswürdigkeiten – und darauf, ob wir uns mit unseren Scootern auch in Rom gut zurechtfinden werden.

Stellplatz
Mittelmeer

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