Swakopmund – die Wüste lebt
Die Straßen von Namibia
13.01.2023
Um 07:30 Uhr startet unser zweiter Reiseabschnitt. Nach einem umfangreichen Frühstück mit Ausblick auf die Wüste geht es vom Desert Camp aus in Richtung Swakopmund – für uns eine Strecke von 345 Kilometern auf Schotterpisten.
Von der Wüstenlandschaft führt uns der Weg durch die Savanne auf staubigen Pisten, und wir genießen die schönen Ausblicke.
Nach einer beeindruckenden Passstraße geht es durch eine weitläufige Steinwüste – eine unwirkliche Landschaft ohne Abwechslung oder Orientierungspunkte. Der Gegenverkehr ist dank der Staubwolken schon weit im Voraus zu erkennen.
In Walvis Bay erreichen wir schließlich den Atlantik und passieren das erste Township, das schon etwas moderner wirkt. Nach einem kurzen Blick auf die Lagune mit ihren vielen Flamingos fahren wir am Atlantik entlang weiter nach Swakopmund. Für die heutige Strecke sind wir etwa sechs Stunden unterwegs gewesen.
Hotel The Stiltz
Swakopmund ist das südlichste deutsche Seebad – stark geprägt von der deutschen Kolonialzeit. Viele Straßen und Plätze tragen noch deutsche Namen.
Unser Hotel The Stiltz fällt durch seine besondere Bauweise auf: Neun Bungalows, auf Stelzen gebaut, direkt an der Atlantikküste, sind durch Holzstege miteinander verbunden. Die Bungalows sind sehr gemütlich und bieten eine schöne Aussicht auf den Atlantik. Gerade können wir eine Herde Kamele beobachten.
Swakopmund – das südlichste deutsche Seebad
Etwa zehn Minuten zu Fuß sind es bis ins Zentrum von Swakopmund. Nach den 42 Grad in der Namib-Wüste ist es hier durch die Lage am Atlantik angenehm frisch bei 25 Grad.
In Swakopmund gibt es allerlei deutsche Spezialitäten – von Schwarzwälder Kirschtorte bis hin zum deutschen Brauhaus. Letzteres hat uns allerdings nicht besonders gefallen. Bisher hat uns die freundliche, herzliche Art und Lebensfreude der Menschen in Namibia begeistert – doch hier im Brauhaus ist der Service sehr unfreundlich.
An der Seebrücke gehen wir ins Restaurant The TUG und genießen ein sehr gutes Abendessen. Auch kulinarisch sind wir inzwischen begeistert von Namibia. In der Dämmerung geht es zurück ins Hotel.
Leider wird davon abgeraten, sich nachts in Swakopmund frei zu bewegen – aus Sicherheitsgründen. Doch am nächsten Morgen wartet schon das nächste Abenteuer auf uns.
Unser Reiseanbieter: Tourlane
Wir haben die Reise über Tourlane gebucht. Nach einem Gespräch über unsere Wünsche und Vorstellungen wurde eine individuelle Reiseroute mit Unterkünften und Ausflügen für uns organisiert. Das hat soweit auch sehr gut funktioniert und uns ein Gefühl von Sicherheit gegeben – gerade für unsere erste Reise durch Afrika.
Inzwischen würden wir Namibia aber auch individuell bereisen und Unterkünfte spontan buchen – so könnte man flexibler entscheiden, an welchen Orten man länger bleiben möchte.
Der Koffer ist übrigens immer noch nicht aufgetaucht, und selbst die bemühte Rezeption bekommt keine Informationen vom Flughafen. Das ist schon ärgerlich.
Unser Tipp: Die Kleidung besser auf beide Koffer aufteilen.
Als sehr nützlich erweisen sich übrigens unsere Walkie-Talkies während der Fahrt mit den beiden Autos – so können wir jederzeit gut Kontakt halten.
Die Wüste lebt - Swakopmund
14.01.2023
Nach einem entspannten Frühstück mit frisch zubereiteten Omeletts werden wir von Jürgen in seinem Jeep zur Living Desert Tour abgeholt. Die Tour führt uns in die Wüste Namibias, wo wir auf sehr interessante Art eine Menge über das Leben der Tiere in der Wüste erfahren – und auch, warum „Swakopmund“ übersetzt „Mündung des Durchfalls“ bedeutet.
Wir lesen die „Wüstenzeitung“, das heißt, wir deuten die Tierspuren im Sand von der vergangenen Nacht. Wo lief der Wüstenschakal? Wohin sprang die Springmaus?
Ein Highlight ist der zarte Wüstengecko, den Jürgen im Sand aufspürt, sowie die giftige Sandviper, die sich über die Füße von Bianca und Ruth schlängelt.
Auch die Fahrt durch die weite Dünenlandschaft ist abenteuerlich und aufregend. Die fünf Stunden vergehen wie im Flug – wir hätten gerne noch länger bleiben können, so gut hat es uns gefallen.
Jetty 1905 – so lecker ist Namibia
Am Abend besuchen wir das Restaurant Jetty 1905 am Ende der Seebrücke. Über den Wellen des Atlantiks genießen wir ein wunderbares Abendessen mit Austern und frischem Fisch – und freuen uns schon sehr auf die weiteren Etappen unserer Reise durch Namibia.
Dass unsere nächste Unterkunft uns vergessen hat – das wissen wir zu diesem Zeitpunkt zum Glück noch nicht.
Nützlich für die Reise:
Steckdosenadapter für Namibia
DUMONT Reise-Handbuch Reiseführer Namibia: mit Extra-Reisekarte
MARCO POLO Reiseführer Namibia: Reisen mit Insider-Tipps. Inkl. kostenloser Touren
Taschenbuch Guten Morgen, Namibia!: Eine Farm, eine Schule und unser Weg von der Apartheid zur Unabhängigkeit
Taschenbuch Licht und Schatten in Namibia. Alltag in einem Traumland
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