Wohnmobil Kanaren

Die acht kanarischen Inseln mit dem Wohnmobil

Die acht kanarischen Inseln mit dem Wohnmobil

Mit dem Wohnmobil über die Kanaren – ein Abenteuer in 8 Etappen

Die Kanarischen Inseln mit dem Wohnmobil zu bereisen – geht das überhaupt? Gibt es gute Stellplätze, wie funktioniert die Ver- und Entsorgung, und wie stehen Polizei und Einheimische zum Thema Freistehen? Viele Fragen, die uns vor Beginn unserer Reise beschäftigt haben. Und gleichzeitig eine riesige Vorfreude: auf das milde Klima, spektakuläre Naturkulissen und das Versprechen eines ganz besonderen Abenteuers.
In diesem Blog – und in unseren Videos auf YouTube – nehmen wir euch mit auf unsere 100-tägige Tour über alle acht bewohnbaren Inseln. Wir teilen unsere Erfahrungen, geben praktische Tipps und zeigen, wie ein solcher Roadtrip möglich ist – mit all seinen Herausforderungen, magischen Momenten und unvergesslichen Erlebnissen.

Diane im Wohnmobil
Playa de Las Teresitas, Teneriffa

Die Anreise: 38 Stunden und 1.340 Euro, kann sich das lohnen?

Die Anreise mit dem Wohnmobil auf die Kanarischen Inseln erfolgt mit der Fähre ab Südspanien. Die beiden Fährhäfen sind Huelva und Cádiz. Zwei Reedereien bieten regelmäßige Verbindungen an:

Die Überfahrt dauert – je nach gewählter Route und Zielinsel – zwischen 30 und 40 Stunden. Direktverbindungen gibt es unter anderem nach Teneriffa, Gran Canaria und Lanzarote. Die großen Fähren verfügen über Kabinen, Verpflegung, Sanitäranlagen und ausreichend Platz für Wohnmobile. Da die Kapazitäten begrenzt sind, empfehlen wir eine frühzeitige Buchung.

Wir selbst haben uns für die Strecke Huelva – Teneriffa entschieden. Diese erschien uns günstig, zumal man von Teneriffa aus gut die drei kleinen Nachbarinseln ansteuern kann. Für die rund 38-stündige Überfahrt haben wir zusätzlich eine Kabine gebucht – was etwa 500 Euro extra gekostet hat.

Im Nachhinein würden wir es anders machen:
Unser Fazit nach 100 Tagen Inselhopping – Die Route Cádiz – Lanzarote ohne Kabine wäre nicht nur deutlich kürzer, sondern auch viel günstiger gewesen. Das nehmen wir als Learning für die nächste Tour mit.

Tipp:
Alle Fährverbindungen – sowohl vom Festland als auch zwischen den Inseln – haben wir bequem über www.directferries.de gebucht. Dort behält man Preise und Routen gut im Überblick, und auch Terminänderungen waren problemlos möglich.

Warteschlange Fähre

38 Stunden unterwegs – unsere Überfahrt nach Teneriffa

Die Abwicklung im Hafen verläuft erstaunlich zügig. Dank unserer Luftfederung kommen wir problemlos auf die Fähre. Ohne diese – und mit den Fahrrädern hinten an der Anhängerkupplung – hätte es allerdings eng werden können.

An der Rezeption erhalten wir unsere Kabinenkarte. Die Kabine selbst ist einfach und funktional, aber für rund 500 Euro fühlt sie sich eher wie ein teures Hotelzimmer mit Meerblick an.

Wir genießen zunächst die Ausfahrt aus dem Hafen, die milde Atlantikluft und die Sonne an Deck. Als Highlight zum Start unserer Reise: ein wunderschöner Sonnenuntergang über dem Atlantik – der perfekte Auftakt für 100 Tage Inselabenteuer.

An Bord ist viel Platz, und die Passagiere verteilen sich angenehm über die verschiedenen Bereiche. Wer keine Kabine gebucht hat, sucht sich ein möglichst gemütliches Plätzchen – auf Sofas, in Sitznischen oder an Deck. Es gibt auch Premiumsitze in ruhigeren Zonen mit etwas mehr Komfort. Diese kosten nur einen kleinen Aufpreis und waren für uns auf der Rückfahrt eine lohnenswerte Alternative zur Kabine.

Viel Abwechslung gibt es an Bord allerdings nicht. Das „Entertainment“ besteht hauptsächlich aus den Mahlzeiten, die zu festen Zeiten serviert werden. Kulinarisch zwar keine Offenbarung, aber durchaus in Ordnung.

Die Internetverbindung? Kaum der Rede wert – langsam, instabil und daher eher nicht nutzbar.

Zu festgelegten Zeiten darf man während der Fahrt auch wieder zum Fahrzeugdeck, um Dinge zu holen, die man eventuell vergessen hat.

Reisende mit Hund finden sich auf dem Hundedeck wieder oder buchen im Voraus eine der speziellen Hundekabinen – auch das ist möglich und wird gut angenommen.

Fähre Kanaren
Essen Fähre

Ankunft auf Teneriffa – erschöpft, aber glücklich

Die Überfahrt war rückblickend ziemlich anstrengend. Die Fähre ist insgesamt recht laut, und das ständige Schaukeln machte erholsamen Schlaf fast unmöglich.

Gegen Mitternacht taucht schließlich Teneriffa vor uns auf – ein besonderer Moment! Was uns sofort auffällt: das angenehm warme Klima, selbst um diese Uhrzeit. Da wissen wir: Die Strapaze hat sich gelohnt.

Nach dem Anlegemanöver rollen wir mit dem Wohnmobil direkt vom Schiff und steuern den nächstgelegenen offiziellen Stellplatz in Santa Cruz de Tenerife an. Dort angekommen, geht alles ganz schnell: parken, verdunkeln, schlafen. Wir fallen müde, aber zufrieden ins Bett – endlich auf den Kanaren!

Morgen geht es dann endlich los mit Teneriffa.

Sonnenuntergang Fähre

Nützliche Links:
www.directferries.de
Reiseführer Kanarische Inseln
Reiseführer Teneriffa
Das Schweigen der Kanarienvögel, eine Teneriffa Krimi

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