Wohnmobil Montenegro: Erstmal schön, aber ...
Montenegro gilt bei vielen Campern als das neue, wilde Paradies an der Adria. Spektakuläre Fjordlandschaften, historische Altstädte und eine Prise Abenteuer – genau das haben wir uns erhofft, als wir von Kroatien aus die Grenze überquerten. Doch entsprach die Realität unseren Erwartungen? In diesem ausführlichen Bericht nehmen wir euch mit auf unseren Roadtrip mit dem Wohnmobil durch Montenegro, zeigen euch die schönsten Ecken, verraten aber auch ganz ungeschminkt, wo die Schattenseiten liegen.
1. Ankunft an der Bucht von Kotor & der erste Dämpfer
Nach der unkomplizierten Grenze führte die Küstenstraße direkt an den wohl bekanntesten Ort des Landes: die Bucht von Kotor. Die Kulisse ist zweifellos atemberaubend. Steil abfallende Bergmassive treffen auf azurblaues Wasser. Unser erstes Ziel war das Autocamp Lara, ein recht einfacher Stellplatz direkt am Wasser. Bei sommerlichen Temperaturen von über 30 °C sicherten wir uns einen Platz mit direktem Blick auf die Bucht – auf den ersten Blick absolut traumhaft!
Doch die Ernüchterung folgte auf dem Fuß beim Abendessen. Hungrig machten wir uns auf den Weg zu einem empfohlenen Beachclub in der Nähe. Was folgte, war der erste Dämpfer unserer Reise: Für eine sehr kleine Portion Oktopus zahlten wir stolze 28 Euro. Dazu wurden bestellte Beilagen schlicht nicht geliefert, und das Personal zeigte sich wenig serviceorientiert. Ein dämpfender Start in den ersten Abend, der uns bereits nachdenklich stimmte.
Mit dem Roller um die Bucht: Perast, Wespen und der 14-Euro-Bier-Schock
Am nächsten Morgen starteten wir entspannt mit einem erfrischenden Bad im Meer. Überrascht stellten wir jedoch fest, dass der Campingplatz trotz Bestwetter und Sommerhitze bereits auf verfrühtes Saisonende umstellte.
Wir schwangen uns auf unseren Roller für eine 45 Kilometer lange Erkundungstour entlang der Bucht. Die Fahrt vorbei an blühenden Granatapfel- und Feigenbäumen war ein echtes Highlight. Unser erster Stopp galt dem Barockstädtchen Perast. Von der Promenade hat man einen wunderschönen Blick auf die beiden berühmten Inseln Sveti Đorđe und Gospa od Škrpjela. Bei einem traditionellen lokalen Kaffee (Kuvana) genossen wir die Aussicht – während Diane allerdings hartnäckig mit einer Horde aufdringlicher Wespen kämpfen musste.
Weiter ging es nach Kotor. Die UNESCO-Weltkulturerbestadt besticht durch schattige, verwinkelte Gassen. Den schweißtreibenden Aufstieg über 1.300 Stufen hinauf zur Festung sparten wir uns bei der enormen Hitze, und die Seilbahn war wegen starker Windböen leider geschlossen. Stattdessen schlenderten wir durch die Altstadt – und liefen prompt in die nächste Preisfalle. In einem Lokal wurden unfassbare 14 Euro für ein kleines Bier aufgerufen! Glücklicherweise fanden wir ein paar Gassen weiter eine deutlich günstigere und sympathischere Alternative. Nach einer deftigen Rast mit Muscheln und Ćevapčići ging es zurück. Ein schöner Pluspunkt: Die Roller-Fähre über die Meerenge war kostenlos.
Küstenstraße Richtung Süden: Sveti Stefan & Kultur-Stopp
Nach der Bezahlung unseres Stellplatzes (26 Euro pro Nacht) setzten wir diesmal mit dem Camper auf der Autofähre über (10,50 Euro). Unser Weg führte uns weiter entlang der adriatischen Küstenstraße gen Süden.
Unterwegs machten wir Halt am berühmten Aussichtspunkt mit Blick auf Sveti Stefan. Die malerische historische Insel, die heute ein exklusives Luxusresort ist, bildet ein fantastisches Fotomotiv. Ein Stück weiter legten wir einen spontanen Zwischenstopp an der Johannes-Vladimir-Kirche ein. Die erst 2016 fertiggestellte orthodoxe Kathedrale beeindruckt von innen mit farbenprächtigen Wandmalereien, die fast jeden Zentimeter der Wände bedecken – absolut sehenswert!
Zweiter Stellplatz, Strandfrust & Camper-Küche
Weiter südlich steuerten wir unseren zweiten Campingplatz an. Dieser war zwar weitläufig und fast menschenleer (25 Euro pro Nacht plus 2 Euro Registrierungsgebühr), doch der nahegelegene dunkle Sandstrand konnte uns nicht wirklich überzeugen. Zudem wirkten die Mietpreise für Strandliegen von bis zu 45 Euro pro Tag gelinde gesagt abschreckend.
Dafür gab es am Camper eine süße Überraschung: Eine kleine Landschildkröte spazierte gemütlich über die Wiese vor unserer Tür! Den Abend ließen wir entspannt ausklingen. Frank warf den Omnia-Campingbackofen an und zauberte eine leckere Nudel-Pfanne mit Hirtenkäse und frischen Kräutern.
Ehrliches Fazit: Ist Montenegro mit dem Wohnmobil eine Reise wert?
Am Ende unseres Trips zogen wir ein ehrliches Resümee. Die montenegrinische Küste hat uns insgesamt leider nicht vollends überzeugen können. Die Natur und die Bucht von Kotor sind ohne Frage wunderschön, doch das Gesamtpaket schwächelt an vielen Stellen.
Im direkten Vergleich zu Nachbarländern wie Kroatien oder Italien stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis an der Küste schlichtweg nicht. Man zahlt oft hohe Preise, bekommt dafür jedoch häufig eine abgewohnte Infrastruktur, uncharmante Neubauten direkt an der Küste und einen oft wenig motivierten Service geboten. Wer die Augen offenhält, findet durchaus schöne Momente, doch für uns persönlich steht fest: An der Küste Montenegros zieht es uns so schnell nicht wieder zurück.








RCB D7 ABE Ultra Wir können die Scooter bisher mit voller Überzeugung empfehlen. Wenn ihr Interesse habt, könnt ihr sie direkt bei RCB bestellen. Im RCB-Shop bekommt ihr mit unserem Code JL20 einen Preisnachlass von 20 Euro. Dieser Vorteil ist sogar mit anderen Rabatten kombinierbar.
Unsere 360 Grad Kamera von Insta360 🎁 Code: INR91GM beschwert euch bei jeder Bestellung einen besonderen Bonus
🛒 Unsere Camping-Ausstattung: 👉 Gesamte Übersicht
ALB Wasserfilter – sauberes Trinkwasser: 👉 alb-filter.com 💧 5% Rabatt mit dem Code: Lollidays 🧾
Affiliate-Hinweis: Einige Links sind sogenannte Affiliate-/Werbelinks. Für dich bleibt der Preis gleich, aber du unterstützt unseren Kanal mit einer kleinen Provision 🙏
Lulli aus dem Lulliland
Eine Geschichte über Freundschaft, Mut, Zusammenhalt und die wunderbare Kraft der Fantasie.
Manche Geschichten entstehen in einem einzigen Augenblick – und warten dann viele Jahre darauf, endlich in die Welt hinauszufliegen.
Diane Habben Autorin von „Lulli aus dem Lulliland“
Das Buch könnt ihr am besten bestellen beim:
Romeon Verlag: Lulli aus dem Lulliland
oder auch bei Amazon: Lulli aus dem Lulliland


